Liebe Leserin, lieber Leser

Im neuen Gemeindebrief lesen Sie die Ostergeschichte. Frauen sind unterwegs zum Grab, versunken in Gedanken. Ihre bisherigen Lebens- und Glaubenserfahrungen sind ins Wanken geraten. Den Kopf gesenkt grübeln sie in ihrer Situation. Wie kommen wir da heraus? Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Wer räumt den Stein der Last unserer Sorgen und Trauer weg?

Die Frauene damals kannten die Corona-Krise nicht, aber sie litten darunter, dass der gewohnte Weg mit Jesus gerade nicht sichtbar war. - Wir gehen auf Ostern zu. Gründonnerstag, Karfreitag, der Weg Jesu ans Kreuz als Weg zum Leben für die Welt. Und dann Ostern, das Fest der Freude und des neuen Lebens! Und wir können keine Gottesdienste feiern! Manche in unseren Gemeinden sind traurig darüber. Das kann doch nicht sein!

Die Frauen am Grab müssen von außen aus ihren Gedanken, Sorgen und inneren Nöten herausgeholt werden: Der Herr ist auferstanden! Er lebt und will sich aufs Neue unter euch zeigen! Das geschieht auch in unseren Tagen. Darum schauen Sie auf die Angebote des Fernsehens am Ostersonntag, 9.30 Uhr ZDF, und stimmen Sie anschließend von Balkonen, Terassen, aus Gärten und Fenstern ein in den alten Osterjubel "Christ ist erstanden" EG 99, Gehen und erzählen Sie einander von dieser unglaublichen Botschaft mitten in der Krise! Rufen Sie sich an und gegenseitig zu: "Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhatig auferstanden. Halleluja!"

Auch wenn sich die äußere Lage dieser Tage noch nicht geändert hat, auch wenn wir wie die Frauen damals am Grab noch gefangen sind in Sorgen und Fragen, in Furcht und Entsetzen, lassen Sie uns doc vertrauen auf die Zusage des auferstandenen Herrn: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Weltzeit Ende!" In diesem Sinne: Gesegnete und frohmachende Ostern! - Ihr Pfarrer Frieder Wisch