Beerdigung

Schon während unseres Lebens gibt es immer wieder Abschiede und es ist eine Kunst, loslassen zu können. Mit Sterben und Tod ist ein letzter Abschied verbunden. Familienangehörige und Freunde müssen mit dem Tod weiterleben, die letzten Dinge bewältigen.

Bei uns hat jedes Gemeindeglied einen Anspruch auf eine christliche Beerdigung. In der Regel trifft sich die Gemeinde in einer Kirche, Kapelle oder Aussegnungshalle auf dem Friedhof oder in Friedhofsnähe. Oft steht dabei der Sarg oder die Urne im Altarbereich oder unter einem Kreuz. Brennende Kerzen und feierlicher  Blumenschmuck  verleihen der Feier einen würdevollen Charakter. Der Gottesdienst zur Aussegnung wird normalerweise von einem Geistlichen geleitet und enthält folgende Elemente:

Glockenläuten – Musik – Gebet - Gesang der Trauergemeinde - Lesungen aus der Bibel - kurze Predigt oder Ansprache – Vaterunser – Segen

Der Aussegnungsgottesdienst endet meist mit dem Gang zur Ruhestätte, wo die/der Tote zur letzten Ruhe gebettet wird.

An wen kann ich mich wenden, wenn ein Angehöriger gestorben ist?

Lassen Sie sich erst einmal bewusst Zeit um Abschied zu nehmen. Sie müssen nicht sofort ein Bestattungsinstitut anrufen, sondern können zusammen mit der Familie, mit Freunden, dem Pfarrer eine Aussegnung begehen. Das ist ein kleines Ritual, bei dem Kerzen angezündet werden, jemand liest einen Bibelvers, ein Gebet wird gesprochen, alle Traurigkeit hat Raum und die Pfarrerin/der Pfarrer segnet den verstorbenen Menschen und die Trauernden.

Einen Vorschlag für so eine Aussegnung finden Sie unter diesem Link: http://www.kirchenkreis-merseburg.de/files/aussegnung.pdf

Wenn Sie dann in Kontakt mit dem Bestatter getreten sind, ist es gut auch den Pfarrer anzurufen und einen Termin für die Beerdigung abzustimmen.

Verse für die Gestaltung von Sterbeanzeigen finden Sie hier:

http://www.kirchenkreis-merseburg.de/files/bibelworte_f__r_traueranzeigen.pdf

 

Früher wurden Verstorbene in und um die Kirchen bestattet - in der Mitte des gemeinschaftlichen Lebens. Im 19. Jahrhundert wurden die Friedhöfe an die Ränder der Städte verlagert und der Tod mit einem Tabu belegt. Aber Friedhöfe gehören als Orte der Erinnerung und der Trauer zum Leben. Die christliche Bestattung geschieht im Vertrauen darauf, dass das Leben bei Gott ewig ist. Sie ist ein würdiges Geleit für die Verstorbenen und gibt denen Zuspruch und Trost, die zurückbleiben.


In dem Begräbnis folgenden Gottesdienst der Gemeinde wird Ihrer Verstorbenen gedacht, ebenso am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag bevor am ersten Advent das neue Kirchenjahr beginnt.

Wer oder was hilft mir in meiner Trauer?

Trauer ist normal, jeder Mensch trauert anders und unterschiedlich lange oder intensiv. Manchmal hilft schon ein Gespräch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Hierfür sind die Angebote des Trauercafés Merseburg eine gute Möglichkeit, aber auch die Kontaktaufnahme zu Ihrem Pfarrer.